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Das A und O im Brandschutz ist die frühzeitige Entdeckung eines
ausgebrochenen Feuers. Wohl dem, der dann noch schnell genug sämtliche
Bewohner eines Wohngebäudes warnen kann. Beide Aufgaben übernimmt ein vernetzter Rauchmelder (nach DIN 14676). Er nimmt aufkommenden Rauch wahr, gibt ein Alarmsignal und leitet das Signal an andere Rauchmelder weiter, die ihrerseits nun auch Alarm melden. In folgenden Fällen sind vernetzte Rauchmelder die beste Lösung:
- Als klassischen Anwendungsfall für einen vernetzten Rauchmelder führt die DIN 14676 einen Brand in einem Kinderzimmer an. Kleine Kinder neigen dazu, sich eher vor einem Feuer zu verstecken anstatt davor zu fliehen. Deshalb ist es gerade hier wichtig, dass die Eltern sofort über die Gefahr informiert werden, was vernetzte Rauchmelder im Eltern-, wie auch im Kinderschlafzimmer voraussetzt.
- Aber auch ältere oder behinderte Menschen, vor allem solche mit Gehbehinderungen, können möglicherweise nicht schnell genug oder nicht ohne fremde Hilfe vor einem Feuer fliehen. Sie müssen so früh wie möglich gewarnt werden, auch dann, wenn es in einem ganz anderen Teil des Gebäudes brennt.
- Ein weiterer typischer Anwendungsfall für vernetzte Rauchmelder sind weit verzweigte Wohnanlagen, wo sich Gefahrenquellen relativ unbemerkt ausbreiten könnten.
Der Alarm eines Melders
muss im Schlafzimmer auch noch bei geschlossener Tür und bei einem auf
normale Lautstärke gestelltem Radio oder Fernseher gut zu hören sein.
Ist der Ton nicht laut genug, würden die Bewohner nachts auch nicht
aufgeweckt.
Aus den genannten Gründen werden
verantwortungsbewusste Architekten bzw. Elektro-Installateure immer
vernetzte Rauchmelder empfehlen.
Vernetzen von mehreren Wohnungen
Rauchmelder
sollten am besten immer nur in einer einzigen Wohneinheit vernetzt
werden. Zu viele vernetzte Melder können nämlich vermehrt Fehlalarme
verursachen. Falls aber trotzdem alle Wohnparteien eines Gebäudes im
Verbund mit Rauchmeldern ausgestattet werden sollen, empfiehlt sich
stattdessen die Installation separater Rauchmelder-Netzwerke in
Treppenhäusern, Wasch- oder Kellerräumen.
Keine Regel
ohne Ausnahme: Für hilfsbedürftige Einwohner kann eine Vernetzung über
ihre Wohnung hinaus durchaus wünschenswert sein. |